Vorteile durch den kleinen Wärmebedarf im Passivhaus
Die Größe einer Wärmepumpenanlage wird immer abgestimmt auf das zu beheizende Gebäude. Man spricht von der sog. Heizlast, die das Gebäude für das Heizsystem darstellt.
Für ein Gebäude mit großer Heizlast, muss also...
- die Leistung der Wärmepumpe größer
- die Länge der Tiefenbohrung länger
- die Fläche des Erdkollektors größer
- die Leistung der Pumpen größer
- der Heizraum größer
... und somit kostenintensiver gebaut werden.
Im Passivhaus ist dies alles wesentlich kleiner und somit günstiger.
Selbst der Betrieb ist billiger, da zB. die Pumpen weniger lange laufen, die Wartung einfacher ist, usw.
Die Wärmeabgabe der erzeugten Heizwärme erfolgt über die bekannten Abgabesysteme:
- Fußbodenheizung
- Wandheizung
- Radiatoren
Und als Spezialität kann die Wärmeabgabe im Passivhaus über die bereits vorhandene Komfortlüftungsanlage erfolgen.
Auch die eigene Abluft eignet sich als Wärmequelle
Ein besonders effizienter Einsatzbereich dafür bietet sich im Passivhaus. In der Komfortlüftung des Passivhauses wird die Raumabluft (typisch 20°C) durch den Wärmetauscher abgekühlt und mit der gewonnen Wärme die Frischluft vorgewärmt. Die abgekühlte Abluft hat jedoch selbst an kältesten Tagen noch eine Temperatur von mindestens 5°C, im Durchschnitt der Heizperiode sogar ca. 10 bis 12°C.
Diese Restenergie der Abluft wird in einer Abluftwärmepumpe als Wärmequelle verwendet, um damit zu heizen. Das kühlschrank-große Gerät enthält Wärmepumpe, Wärmetauscher, Lüftung, Filter, Warmwasserspeicher und Steuerung.



