Es ist begrüßens- und empfehlenswert die hocheffiziente Wärmepumpe mit Ökostrom zu betreiben, weil damit ein Signal zu weiterem Ausbau gesetzt wird und die individuelle CO2-Bilanz verbessert werden kann.
Ergänzend sind aber eine Reihe von übergeordneten Aspekten relevant:
- Entscheidend für die Bewertung von Ökostromprodukten ist, ob sie zu zusätzlichem Ausbau von Ökostromanlagen (z.B. Windkraft, Biogas, Photovoltaik) führen.
- Mittelfristig muss der gesamte Strombedarf mit erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden. Derzeit bzw. seit vielen Jahren steigt der Strombedarf stark an. Der Ausbau erneuerbarer Energieträger kann damit nicht mithalten, was zur Folge hat, dass der Anteil der Erneuerbaren an der Stromversorgung sinkt.
- Strom, insbesondere Ökostrom ist jedenfalls mit höchst möglicher Effizienz und dort einzusetzen, wo die größten Emissionsreduktionen erzielt werden können. Das gilt sowohl für in Betrieb befindliche Verbraucher und besonders auch für Anwendungen die den Stromverbrauch weiter erhöhen (Zubau von Wärmepumpen). Wir können das Ziel einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energieträgern nur erreichen, wenn wir Ökostrom weiter ausbauen und eine radikale Effizienzsteigerung allen stromspezifischen Anwendungen erzielen.
- Bei Wärmepumpen ist unabhängig von der Stromherkunft eine maximal mögliche Jahresarbeitszahl anzustreben (siehe Zielwerte). Ökostrom alleine rechtfertigt keinen ineffizienten Einsatz von elektrischer Energie.
- Das bedeutet auch, dass die Warmwasserbereitung auch bei Vorhandensein einer Heizungswärmepumpe mit einer Solaranlage erfolgen sollte. Dabei handelt es sich um die Technologie mit der best möglichen Energie- und CO2-Bilanz.
Eine Übersicht über Ökostromanbieter und Ökostromprodukte finden Sie unter:
http://www.e-control.at/de/konsumenten/oeko-energie/lieferanten-von-oekostrom
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