Die von der Wärmepumpe erzeugte Heizwärme wird über ein Verteilsystem in die zu beheizenden Räume transportiert. Dies kann auf zwei Arten erfolgen:
1. Wasser als Medium
2. Luft als Medium
Wärmeverteilung über Wasser
Wie seit vielen Jahrzehnten in der Heiztechnik üblich, verwendet auch die Wärmepumpe Wasser als Transportmedium. Erwärmtes Wasser wird mittels Pumpen durch Rohre und Schläuche gewälzt, damit es am Zielort seine Wärme an einen Raum abgeben kann.
Entscheidend für die Effizienz der Wärmepumpe ist nun eine möglichst geringe Vorlauftemperatur. Kleiner 35°C gelten als optimal, bis 40°C sind akzeptabel. Daher benötigen Sie ein Wärmeabgabesystem, welches selbst bei niedrigen Vorlauftemperaturen genügend Wärme in ihren Räumen abgeben kann - d.h., Sie benötigen große Flächen.
Die Wärmeabgabe bei geringen Vorlauftemperaturen benötigt große Flächen
Dafür stehen die üblichen Wärmeabgabesysteme zur Verfügung:
- Fußbodenheizung
- Wandheizung
- Radiatoren, aber modernste Modelle mit großer Fläche
Der Fachplaner errechnet ...
- die genaue Länge der Fußboden- und Wandheizungsschläuche
- den Verlegeabstand der Schläuche
- die Größe der Radiatoren
... für jeden Raum einzeln, um ihre Wohlfühltemperatur zu gewährleisten.
Achtung:
Bei alten Rippenheizkörpern, die für hohe Vorlauftemperaturen gemacht worden sind, kann ein Umstieg auf eine Wärmepumpe kritisch sein.
Strom sparen
Übrigens können Sie viel Strom einsparen, wenn Sie Umwälzpumpen der Energieeffizienzklasse A verwenden. Diese modernen Hocheffizienz-Pumpen verbrauchen um bis zu 80% weniger Strom als gewöhnliche ungeregelte Pumpen. Die Mehrkosten der Hocheffizienzpumpe sind innerhalb von wenigen Jahren durch die Stromersparnis bezahlt.
Effizienzlabel

Wärmeverteilung über Luft
Die Wärmeverteilung über Luft ist eine Spezialität des Passivhauses. Im Passivhaus ist so wenig Heizwärme notwendig, dass diese sogar mit der Frischluft aus der Komfortlüftung den Räumen zugeführt werden kann.










